Discussion:
beschichtete Pfanne säubern
(zu alt für eine Antwort)
Micha Kuehn
2017-04-15 19:47:20 UTC
Permalink
Raw Message
Hallo,

angeregt vom anderen Pfannenthread hier meine Frage:

Wir haben einen Gasherd und nutzen eine beschichtete Pfanne. Durch die
Flammen des Herdes wird die Pfanne (und Töpfe natürlich genauso) vor
allem bzw. auch am Rand heiß, die Wärme der Flammen geht also am Rand
der Pfanne nach oben.

Dadurch brennt in Töpfen, wenn denn etwas anbrennt, immer der untere
Rand des Kochguts an. In usnerer beschichteten Pfanne hat sich an diesem
Rand eine Kruste von allem Möglichen abgesetzt, die ich nicht abbekomme,
weil ich ja nicht kratzen darf. Ich reinige die Pfanne immer mit Spüli
und einem weichen Schwamm, der nicht kratzt, aber diese eingebrannten
Reste gehen damit eben nicht ab.

Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.

Micha
--
Überlegen: Wer denken kann, ist klar im Vorteil.
(Der Postillon)
Wolfgang Kynast
2017-04-15 20:28:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Micha Kuehn
Hallo,
Wir haben einen Gasherd und nutzen eine beschichtete Pfanne. Durch die
Flammen des Herdes wird die Pfanne (und Töpfe natürlich genauso) vor
allem bzw. auch am Rand heiß, die Wärme der Flammen geht also am Rand
der Pfanne nach oben.
Dadurch brennt in Töpfen, wenn denn etwas anbrennt, immer der untere
Rand des Kochguts an. In usnerer beschichteten Pfanne hat sich an diesem
Rand eine Kruste von allem Möglichen abgesetzt, die ich nicht abbekomme,
weil ich ja nicht kratzen darf. Ich reinige die Pfanne immer mit Spüli
und einem weichen Schwamm, der nicht kratzt, aber diese eingebrannten
Reste gehen damit eben nicht ab.
Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.
Geschirrspüler-Tab, heißes Wasser, Zeit.
Ggf. wiederholen.
--
Schöne Grüße,
Wolfgang
Erwin Penn
2017-04-15 22:16:52 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Kynast
Post by Micha Kuehn
Hallo,
Wir haben einen Gasherd und nutzen eine beschichtete Pfanne.
Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.
Geschirrspüler-Tab, heißes Wasser, Zeit.
Ggf. wiederholen.
Auch das wird wohl nichts nützen. Bei Gasherden darf man keine
beschichteten Pfannen nehmen.
--
Erwin
Ralph Angenendt
2017-04-16 12:23:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Erwin Penn
Auch das wird wohl nichts nützen. Bei Gasherden darf man keine
beschichteten Pfannen nehmen.
Sag das bitte mal WMF, die sind da nämlich anderer Meinung.

Ralph
--
If the future isn't bright at least it's colorful
Marcel Mueller
2017-04-16 06:53:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Micha Kuehn
Wir haben einen Gasherd und nutzen eine beschichtete Pfanne. Durch die
Flammen des Herdes wird die Pfanne (und Töpfe natürlich genauso) vor
allem bzw. auch am Rand heiß, die Wärme der Flammen geht also am Rand
der Pfanne nach oben.
Dadurch brennt in Töpfen, wenn denn etwas anbrennt, immer der untere
Rand des Kochguts an. In usnerer beschichteten Pfanne hat sich an diesem
Rand eine Kruste von allem Möglichen abgesetzt, die ich nicht abbekomme,
weil ich ja nicht kratzen darf. Ich reinige die Pfanne immer mit Spüli
und einem weichen Schwamm, der nicht kratzt, aber diese eingebrannten
Reste gehen damit eben nicht ab.
Es gibt /viele/ Arten von Beschichtungen. Teflon aka PTFE und Keramik
fallen mir spontan ein, aber da mixt natürlich jeder Hersteller seinen
eigenen Cocktail. Gerade PTFE wird eigentlich kaum noch in seiner
Ursprungsform eingesetzt, weil zu empfindlich, aber durchaus andere
Verbindungen mit ähnlich schmutzabweisenden Fluorgruppen an der Oberfläche.

Der Haken an der Sache: manche Beschichtungen sind nicht sonderlich
Temperaturstabil. Der zweite Haken: Etliche Pfannenmaterialien haben
keine hinreichend gute Wärmeleitung - kostet halt Geld - und gerade die
Pfannenränder sind oft gar nicht mit wärmeleitenden Material ausgestattet.
Die Folge: an den Stellen, wo kaum Gargut sitzt, erhitzt sich die Pfanne
und damit auch deren Beschichtung übermäßig. Das führt zum einen zu
einer Zersetzung des Pfanneninhalts, zum anderen kann dabei auch die
Beschichtung zerstört werden, weil lokal deutlich über 200°C erreicht
werden.
Post by Micha Kuehn
Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.
Bei zersetzten Lebensmitteln musst Du schon mit härteren Sachen ran
gehen. Das ist vergleichbar mit Essensresten an der Backofenwand. Damit
ist auch schon die erste Lösung klar: Backofenreiniger. Dummerweise weiß
man bei den Burschen nie so genau, was drin ist. Nun sind
Pfannenbeschichtunge Chemisch üblicherweise sehr stabil, aber wenn die
Flachschippen Scheuersand mit in den Reiniger gekippt haben, geht die
Sache grandios nach hinten los. Das kann eine Motivation sein, selber
Hand anzulegen.

Kalilauge oder Natronlauge sind hier erste Anlaufstelle. Damit bekommt
man schon einiges in Sachen Lebensmittelreste weg. Aber bloß nicht auf
die Haut kommen lassen das Zeug. Während man in etliche Säuren
problemlos mal kurz rein fassen kann, zersetzen starke Laugen die
Eiweißmoleküle mit Bravour. Sollte man doch mal einen Spritzer
abbekommen, dann sofort mit etwas saurem und Wasser abspülen, z.B. Essig
oder selbst Mineralwasser tut es.
Metalle sind gegen Laugen i.A. ziemlich resistent, mit einer Ausnahme:
Aluminium. Wenn man also eine Alu-Pfanne hat, kann die Sache kritisch
werden. Zwar schützt die Beschichtung das Aluminium gut vor der Lauge,
aber eben nur, wenn sie noch nicht zerkratzt ist.

Als Alternative zur in der Behandlung doch recht problematischen
Natronlauge wird in Backofenreinigern gerne noch MEA (Monoethanolamin)
eingesetzt. Das stinkt halt dafür nach Ammoniak. Da weiß ich aber nicht,
wie es sich auf die Pfannenbeschichtung auswirken kann. Tendenziell
würde ich daher eher zum Klassiker, der Lauge greifen.


Marcel
Bodo Mysliwietz
2017-04-16 10:06:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Die Folge: an den Stellen, wo kaum Gargut sitzt, erhitzt sich die Pfanne
und damit auch deren Beschichtung übermäßig. Das führt zum einen zu
einer Zersetzung des Pfanneninhalts, zum anderen kann dabei auch die
Beschichtung zerstört werden, weil lokal deutlich über 200°C erreicht
werden.
Ich denke sogar das bei solchen Beschichtungskompositen schon knapp 300
gebraucht werden. Bei 230 wird da eher nichts passieren.

Und wenn es PFTE(ähnliche) Beschichtungen sind und diese sich zersetzen
können sogar sehr giftige Stoffe entstehen.
Post by Marcel Mueller
Kalilauge oder Natronlauge sind hier erste Anlaufstelle. Damit bekommt
man schon einiges in Sachen Lebensmittelreste weg. Aber bloß nicht auf
die Haut kommen lassen das Zeug.
Wesentlich schlimmer sind Spritzer in die Augen. Mit 'ner kleinen Narbe
in der Haut kann jeder leben. Mit 'nem Sehschaden (der wesentlich
schneller entsteht) nur wenige.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
----------------------------------------
http://www.labortechniker.de/
Detlef Wirsing
2017-04-16 10:44:59 UTC
Permalink
Raw Message
Micha Kuehn schrieb:

[...]
Post by Micha Kuehn
Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.
Wenn man damit leben kann: so lassen. Wenn nicht:
http://www.itn-baatz.de/pfannen. Meiner Erfahrung nach leidet unter
jedem Lösungsmittel, das so alten Ranz ablöst, die Beschichtung, so
dass hinterher alles anpappt.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Wirsing
Ina Koys
2017-04-16 12:22:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Micha Kuehn
Hallo,
Wir haben einen Gasherd und nutzen eine beschichtete Pfanne. Durch die
Flammen des Herdes wird die Pfanne (und Töpfe natürlich genauso) vor
allem bzw. auch am Rand heiß, die Wärme der Flammen geht also am Rand
der Pfanne nach oben.
Was ein Zeichen für schlecht eingestellte Flamme oder falsche Flamme
ist. Mach einfach kleiner. Bei der nächsten Pfanne.

Ina
--
Es gibt wieder frisches Gemüse!
http://www.koys.de/Gemuese-Abenteuer/
In Wärme und Geschichte:
http://www.VonLuxorNachAbuSimbel.de
Frank Möller
2017-04-18 10:20:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Micha Kuehn
[...]
Gibt es eine Möglichkeit, die zu lösen? Aufkochen mit Backpulver oder
Spüli habe ich probiert, das hilft alles nicht.
Derlei Probleme vermeide ich ganz simpel dadurch, daß hier keine
beschichteten Pfannen/Töpfe zum Einsatz kommen, Alu-Glump auch nicht.

Nebenbei entfällt damit auch die Frage, ob oder wieviele Partikel von dem
Kram man sich unfreiwillig einverleibt. Ein paar womöglich abgekratzte
Eisenpartikel im Essen sind hingegen rein natürlich und völlig gefahrlos.

Von Edelstahl, Schmiedeeisen und Guß ging bis jetzt noch jeder an- oder
eingebrannte Rest weg. Einfach lange genug einweichen, gerne auch mit guten
Küchenreinigern AKA Bref. Bei hartnäckigen, dicken Krusten muß man sich
halt "schichtweise" vorarbeiten und den Einweichphasen Zeit lassen.

Teile aus Schmiedeeisen und Guß werden danach halt 1. wieder ordentlich
gefettet und 2. wieder neu eingebrannt.

--

Loading...