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Hygienespueler in den letzten Spuelgang?
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Stefan Ram
2024-01-31 20:08:13 UTC
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Wenn man gewaschene Wäsche längere Zeit in Wasser mit Hygienespüler
liegen ließ, sollte sie danach schön entkeimt sein. Jetzt muß man
nur noch ein paar Spülgänge mit klarem Wasser anschließen, um die
Chlorchemie des Hygienespülers wieder zu entfernen, damit man sie
hinterher nicht an der Haut hat. Doch halt! Was ist das? Überall
steht, man solle den Hygienespüler in den /letzten/ Spülgang geben.
Also nach dem Einwirken /nicht/ ausspülen. Warum das?
Markus Schaaf
2024-01-31 22:53:00 UTC
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Post by Stefan Ram
Wenn man gewaschene Wäsche längere Zeit in Wasser mit Hygienespüler
liegen ließ, sollte sie danach schön entkeimt sein. Jetzt muß man
nur noch ein paar Spülgänge mit klarem Wasser anschließen, um die
Chlorchemie des Hygienespülers wieder zu entfernen, damit man sie
hinterher nicht an der Haut hat. Doch halt! Was ist das? Überall
steht, man solle den Hygienespüler in den /letzten/ Spülgang geben.
Also nach dem Einwirken /nicht/ ausspülen. Warum das?
Schau auf die Inhaltsangaben, wenn Du sie bekommen kannst.
Sicherheitsdatenblätter sind ein Trick, enthalten jedoch keine
nicht sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten
kein Chlor. Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin
bleibt. Sondern ein paar "milde" Antibiotika /
Konservierungsmittel. Die verschieben das Mikrobiom einfach in
eine andere Richtung. Muss übrigens keine vorteilhafte sein.
Letztlich sind diese Produkte einfach das Eingeständnis, dass zu
kalt gewaschene Wäsche schnell riecht. Und nicht sehr
wirkungsvoll, weswegen ein weiterer Spülgang schon reicht, um den
Effekt verblassen zu lassen.

Wenn Du wirklich (relative) Keimfreiheit brauchst, musst Du
Hygienewaschmittel und mindestens 60°C einsetzen. Die arbeiten
dann mit z.B. Peressigsäure, einem starken Bleichmittel, die
danach gründlich entfernt werden möchte.

MfG
Stefan Ram
2024-02-03 08:12:42 UTC
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Post by Markus Schaaf
nicht sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten
kein Chlor. Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin
Was immer es sein mag; die Frage ist ja, warum man es nach Ende
der Einwirkzeit nicht ausspülen soll.
Markus Schaaf
2024-02-03 10:07:28 UTC
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Post by Stefan Ram
Post by Markus Schaaf
nicht sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten
kein Chlor. Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin
Was immer es sein mag; die Frage ist ja, warum man es nach Ende
der Einwirkzeit nicht ausspülen soll.
Weil die Antibiotika und Konservierungsmittel nicht _keimfrei_
machen, sondern das Wachstum der Mikroben nur dämpfen, _solange_
sie _anwesend_ sind. Darüber hinaus bleibt die Wäsche natürlich
schmutzig, d.h. der Nährboden ist immer noch da. Louis Pasteur:
"Nicht der Keim ist es, sondern das Milieu."

MfG
Marcel Mueller
2024-02-03 09:27:01 UTC
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Post by Markus Schaaf
Schau auf die Inhaltsangaben, wenn Du sie bekommen kannst.
Sicherheitsdatenblätter sind ein Trick, enthalten jedoch keine nicht
sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten kein Chlor.
Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin bleibt. Sondern ein
paar "milde" Antibiotika / Konservierungsmittel.
Also alles, was man normalerweise *nicht* im Abwasser haben will.


Marcel
Markus Schaaf
2024-02-03 10:25:03 UTC
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Post by Marcel Mueller
Post by Markus Schaaf
Schau auf die Inhaltsangaben, wenn Du sie bekommen kannst.
Sicherheitsdatenblätter sind ein Trick, enthalten jedoch keine nicht
sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten kein Chlor.
Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin bleibt. Sondern ein
paar "milde" Antibiotika / Konservierungsmittel.
Also alles, was man normalerweise *nicht* im Abwasser haben will.
Das sind schon solche, die in den Kläranlagen abgebaut werden
können. Das gleiche Zeug ist in Kosmetika, flüssigen
Waschmitteln, einigen Putzmitteln und sogar Lebensmitteln. Die
meisten Stoffe sind bei ausreichender Verdünnung ungefährlich und
irgendeine Mikrobe zersetzt es. Viel übler sind die
Medikamentenreste, die wir so ausscheiden. Da ist richtig
hartnäckiges Zeug dabei. Beispielsweise findet sich fast überall
im Trinkwasser Ibuprofen.

Auch war das Gejaule über Phosphate in Waschmitteln völlig
überzogen. Das schaffen die (sowieso meist überdimensionierten)
Kläranlagen problemlos. Im Gegenteil müssen heute viele
Kläranlagen Phosphor und andere Nährstoffe zusetzen, damit die
biologische Stufe richtig funktioniert.

MfG
Gerald E¡scher
2024-02-05 08:44:05 UTC
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Post by Marcel Mueller
Post by Markus Schaaf
Schau auf die Inhaltsangaben, wenn Du sie bekommen kannst.
Sicherheitsdatenblätter sind ein Trick, enthalten jedoch keine nicht
sicherheitsrelevanten Stoffe. Diese Hygienespüler enthalten kein Chlor.
Das würde die Wäsche zerstören, wenn es länger drin bleibt. Sondern ein
paar "milde" Antibiotika / Konservierungsmittel.
Also alles, was man normalerweise *nicht* im Abwasser haben will.
Ich habe noch nie etwas davon gelesen, dass Kläranlagen Probleme mit
Hygienespülern haben. Die beschweren sich hauptsächlich über
Nylonstrümpfe, die übers Klo entsorgt werden und sich in Pumpen
verwickeln, und über Feuchttücher.
--
Gerald
Andreas Oehler
2025-02-10 19:03:19 UTC
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Warum fragt man einen "Chatbot" nach Inhalten? Das sind doch eher
Sprachmodelle für phantasievolle Plauderei - und das können die ja auch
schon ganz gut. Aber wieso kommen immer mehr Menschen auf die Idee, auf
diesem Weg nach relevanten Inhalten zu suchen? Es bleibt einem dann ja
doch nicht erspart die haluzinierten Aussagen nachzuprüfen...

Andreas
Stefan Ram
2025-02-10 19:47:19 UTC
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Post by Andreas Oehler
Warum fragt man einen "Chatbot" nach Inhalten?
Das weiß ich jetzt nicht. Da muß ich erst mal den Chatbot fragen.
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